Due-Diligence-Übersetzung ISO 17100 & gerichtsfest

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Due Diligence Übersetzung: Welche Dokumente beglaubigt übersetzt werden müssen

Bei grenzüberschreitenden M&A-Transaktionen entscheidet die Qualität Ihrer Due-Diligence-Dokumentation über Dealgeschwindigkeit und Risikobewertung. Fehlerhafte oder unvollständige Übersetzungen können Millionen-Deals gefährden und zu erheblichen Haftungsrisiken führen. Gerichtlich vereidigte Fachübersetzer mit M&A-Erfahrung sichern Ihre Transaktion ab.

ISO 17100 zertifiziert
Erfahrung mit 500+ M&A-Projekten
Strikte Vertraulichkeit (NDAs)
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Warum beglaubigte Übersetzungen bei Due Diligence?

Internationale Käufer, Investoren und deren Rechtsberater verlangen bei grenzüberschreitenden Transaktionen gerichtsfeste Übersetzungen kritischer Dokumente. Gemäß ISO 17100 erstellt ein gerichtlich vereidigter Übersetzer die Übersetzung und bestätigt deren Vollständigkeit und Richtigkeit mit Stempel und Unterschrift. Diese Dokumente werden von Gerichten, Behörden und W&I-Versicherern (Warranty & Indemnity) weltweit anerkannt.

Welche Dokumente Sie für die Due Diligence benötigen

Eine strukturierte M&A-Transaktion erfordert die Übersetzung zahlreicher Dokumentenkategorien. Die folgende Übersicht zeigt Ihnen, welche Unterlagen typischerweise beglaubigt übersetzt werden müssen – und welche in der Regel ohne Beglaubigung akzeptiert werden.

Legal Due Diligence

Die rechtliche Prüfung bildet das Fundament jeder Transaktion. Folgende Dokumente erfordern in der Regel eine beglaubigte Übersetzung:

  • Gesellschaftsverträge und Satzungen
  • Handelsregisterauszüge und Registerhistorie
  • Gesellschafterbeschlüsse und Protokolle
  • Behördliche Genehmigungen und Lizenzen
  • Grundbuchauszüge und Eigentumsnachweis

Financial Due Diligence

Finanzdokumente werden häufig unbeglaubigt akzeptiert, sofern sie von Wirtschaftsprüfern testiert sind. Bei bestimmten Konstellationen – etwa bei Cross-Border Carve-Outs – kann dennoch eine Beglaubigung erforderlich sein:

  • Jahresabschlüsse nach HGB, IFRS oder US GAAP
  • Wirtschaftsprüfberichte und Bestätigungsvermerke
  • Management Reports und Forecasts
  • Steuerbescheide und Betriebsprüfungsberichte

Commercial Due Diligence

Verträge mit wesentlichen Kunden und Lieferanten sind für die Bewertung des Geschäftsmodells entscheidend:

  • Rahmenverträge und Master Service Agreements
  • Lieferantenvereinbarungen mit Exklusivitätsklauseln
  • Kundenverträge mit Change-of-Control-Klauseln
  • Joint-Venture- und Kooperationsverträge

Compliance Due Diligence

Regulatorische Dokumente erfordern besondere Sorgfalt, da hier Haftungsrisiken für den Käufer entstehen können:

  • Code of Conduct und Compliance-Richtlinien
  • Datenschutzkonzepte und DSGVO-Dokumentation
  • Interne Audit-Berichte
  • Umweltgutachten und Genehmigungen

Kritische Dokumente für Due Diligence

Gesellschaftsvertrag

Grundlage der Unternehmensstruktur und Governance – stets beglaubigt erforderlich.

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Jahresabschlüsse

Kern der Financial Due Diligence nach HGB, IFRS oder US GAAP.

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Vertragsdokumentation

Commercial Agreements mit wesentlichen Geschäftspartnern.

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Rechtliche Anforderungen bei M&A-Transaktionen

Die Anforderungen an Übersetzungen variieren je nach Zielland, Transaktionsstruktur und Käufertyp. Eine fundierte Planung vermeidet kostspielige Nachforderungen während des Signing- oder Closing-Prozesses.

Beglaubigungsanforderungen nach Zielland

Für Transaktionen mit Käufern aus dem anglo-amerikanischen Raum gelten besondere Standards:

Zielland Anforderung Besonderheit
USA / UK Beglaubigung durch Sworn Translator Häufig Apostille erforderlich
EU-Mitgliedstaaten Gerichtlich vereidigte Übersetzung Gegenseitige Anerkennung
China / VAE Beglaubigung + Legalisation Konsularische Beglaubigung

Asset Deal vs. Share Deal

Die Transaktionsstruktur beeinflusst den Dokumentenumfang erheblich:

Share Deal: Beim Erwerb von Gesellschaftsanteilen sind sämtliche Gesellschaftsdokumente, die Registerhistorie und alle wesentlichen Verträge zu übersetzen. Der Käufer übernimmt die gesamte rechtliche Historie.

Asset Deal: Beim Erwerb einzelner Vermögensgegenstände konzentriert sich die Übersetzung auf die spezifischen Assets – etwa Grundstücksdokumente, IP-Rechte oder bestimmte Vertragswerke.

W&I-Versicherungen und Übersetzungsqualität

Warranty & Indemnity-Versicherer prüfen die Due-Diligence-Dokumentation sorgfältig. Unvollständige oder fehlerhafte Übersetzungen können als Knowledge Gap gewertet werden und zum Ausschluss bestimmter Risiken aus der Deckung führen. Investieren Sie in gerichtsfeste Übersetzungen durch zertifizierte Fachübersetzer.

Regulatorische Genehmigungen

Bei bestimmten Transaktionen sind Behörden wie das Bundeskartellamt, die BaFin oder die EU-Kommission involviert. Einreichungen bei diesen Stellen erfordern:

  • Vollständige Übersetzung aller relevanten Verträge
  • Beglaubigung gemäß den jeweiligen Verfahrensordnungen
  • Einheitliche Terminologie über alle Dokumente
  • Schnelle Reaktionsfähigkeit bei Nachforderungen

Vorbereitung des virtuellen Datenraums

Ein professionell aufbereiteter Virtual Data Room (VDR) beschleunigt den Due-Diligence-Prozess erheblich. Die strukturierte Integration übersetzter Dokumente ist dabei entscheidend für die Effizienz internationaler Bieterverfahren.

Strukturierte Dokumentenablage nach VDD-Standard

Folgen Sie bei der Vendor Due Diligence einer klaren Ordnerstruktur:

Ordner Inhalt Übersetzungspriorität
1. Corporate Gesellschaftsdokumente, Register Hoch – beglaubigt
2. Finance Abschlüsse, Forecasts Mittel – meist unbeglaubigt
3. Contracts Material Contracts Hoch – selektiv beglaubigt
4. Compliance Policies, Audits Mittel – kontextabhängig
5. HR Arbeitsverträge, Betriebsrat Niedrig – meist unbeglaubigt

Priorisierung: Red Flag Documents zuerst

Identifizieren Sie gemeinsam mit Ihren Rechtsberatern die kritischen Dokumente für die erste Phase 1 Due Diligence:

  • Dokumente mit Change-of-Control-Klauseln
  • Verträge mit Kündigungsrechten bei Gesellschafterwechsel
  • Genehmigungen mit Übertragungsbeschränkungen
  • Rechtsstreitigkeiten und Schiedsverfahren

Konsistente Terminologie

Bei umfangreichen Projekten mit mehreren hundert Dokumenten ist terminologische Konsistenz erfolgskritisch. Wir arbeiten mit projektspezifischen Glossaren und Translation Memory-Systemen, die sicherstellen, dass Begriffe wie „Geschäftsführer", „Stammkapital" oder „Gewinnabführungsvertrag" in allen Dokumenten einheitlich übersetzt werden.

Der Übersetzungsprozess bei großvolumigen Projekten

M&A-Transaktionen erfordern die Übersetzung umfangreicher Dokumentenbestände unter Zeitdruck. Unser Projektmanagement ist auf die spezifischen Anforderungen von Deal Teams ausgerichtet.

1

Projektscoping und Kapazitätsprüfung

Sie übermitteln eine Dokumentenliste oder den Zugang zum Datenraum. Innerhalb von 2 Stunden erhalten Sie eine Kapazitätsbestätigung mit realistischem Zeitplan.

2

Priorisierung und Ressourcenallokation

Gemeinsam mit Ihrem Deal Team definieren wir die Übersetzungsreihenfolge. Kritische Red Flag Documents werden priorisiert bearbeitet.

3

Dediziertes Übersetzerteam

Für Ihr Projekt stellen wir ein dediziertes Team aus gerichtlich vereidigten Fachübersetzern zusammen – alle mit NDA und Erfahrung im M&A-Bereich.

4

Qualitätssicherung und Terminologie-Check

Jede Übersetzung durchläuft ein 4-Augen-Prinzip. Ein Terminologie-Manager stellt die Konsistenz über alle Dokumente sicher.

5

Lieferung und Datenraum-Integration

Sie erhalten die Dokumente als beglaubigte PDF-Dateien sowie – bei Bedarf – die physischen Originale mit Stempel. Auf Wunsch laden wir direkt in Ihren VDR hoch.

Kapazität für Großprojekte

Unser Netzwerk aus über 200 spezialisierten Fachübersetzern ermöglicht die Bearbeitung von 500+ Seiten pro Woche. Für zeitkritische Dokumente steht ein Express Track mit Lieferung innerhalb von 24 Stunden zur Verfügung.

Fallstricke vermeiden: Risikomanagement bei Due-Diligence-Übersetzungen

Fehler bei der Übersetzung von Due-Diligence-Dokumenten können schwerwiegende Konsequenzen haben – von Verzögerungen beim Closing bis hin zu Haftungsrisiken im Nachgang der Transaktion.

Die häufigsten Fehlerquellen

Risiko Konsequenz Vermeidung
Vertraulichkeitsbruch Deal-Abbruch, Reputationsschaden NDAs, ISO 27001, sichere Datenräume
Inkonsistente Terminologie Rechtsunsicherheit, Nachfragen Zentrale Glossare, Translation Memory
Fehlende Beglaubigungen Nachforderungen, Verzögerungen Vorab-Klärung der Anforderungen
Zeitverzug Verpasste Deadlines, Deal-Gefährdung Realistische Planung, Express-Kapazität

Vertraulichkeit als oberste Priorität

M&A-Transaktionen unterliegen strengster Geheimhaltung. Unser Sicherheitskonzept umfasst:

  • Individuelle NDAs mit allen Projektbeteiligten
  • ISO 27001-zertifizierte Informationssicherheit
  • Serverstandort Deutschland – vollständige DSGVO-Konformität
  • Automatische Löschung aller Projektdaten nach Abschluss
  • Verschlüsselte Datenübertragung und -speicherung

Für Serial Acquirer

Unternehmen mit regelmäßigem M&A-Bedarf profitieren von Rahmenverträgen mit fest vereinbarten Konditionen, dedizierten Ansprechpartnern und priorisierten Kapazitäten. Sprechen Sie uns auf Master Service Agreements an.

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Häufige Fragen zur Due-Diligence-Übersetzung

Müssen alle Due-Diligence-Dokumente beglaubigt übersetzt werden?

Nein, nicht alle Dokumente erfordern eine Beglaubigung. Kritische Legal Documents wie Gesellschaftsverträge, Handelsregisterauszüge und behördliche Genehmigungen sollten stets beglaubigt übersetzt werden. Finanzdokumente wie Jahresabschlüsse werden häufig unbeglaubigt akzeptiert, sofern sie von einem Wirtschaftsprüfer testiert sind. Die genauen Anforderungen hängen vom Käufer, dessen Rechtsberatern und den involvierten Jurisdiktionen ab.

Wie gewährleisten Sie Vertraulichkeit bei M&A-Projekten?

Vertraulichkeit hat bei uns höchste Priorität. Alle Übersetzer und Projektmitarbeiter unterzeichnen individuelle NDAs. Unsere IT-Infrastruktur ist nach ISO 27001 zertifiziert, alle Server befinden sich in Deutschland. Dokumente werden ausschließlich verschlüsselt übertragen und nach Projektabschluss vollständig gelöscht. Auf Wunsch arbeiten wir direkt in Ihrem Virtual Data Room.

Können Sie große Dokumentenvolumen in kurzer Zeit bewältigen?

Ja, unser Netzwerk aus über 200 spezialisierten M&A-Fachübersetzern ermöglicht die Bearbeitung von bis zu 500 Seiten pro Woche. Für zeitkritische Dokumente steht ein Express-Service mit Lieferung innerhalb von 24 Stunden zur Verfügung. Bei Großprojekten stellen wir dedizierte Teams zusammen und priorisieren die Bearbeitung nach Ihren Vorgaben.

Bieten Sie Rahmenverträge für mehrere Transaktionen an?

Ja, für Unternehmen mit regelmäßigem M&A-Bedarf bieten wir Master Service Agreements an. Diese umfassen vereinbarte Stundensätze, garantierte Reaktionszeiten, dedizierte Ansprechpartner und priorisierte Kapazitäten. Sprechen Sie uns für ein individuelles Angebot an.

Wie sichern Sie konsistente Terminologie über alle Dokumente?

Wir erstellen für jedes Projekt ein individuelles Glossar mit den relevanten Fachbegriffen und Firmennamen. Unser Translation Memory-System stellt sicher, dass identische Passagen und Begriffe in allen Dokumenten einheitlich übersetzt werden. Ein dedizierter Terminologie-Manager überprüft die Konsistenz und steht für Rückfragen Ihres Deal Teams zur Verfügung.

Weitere relevante Dokumente für M&A-Transaktionen

NDA / Vertraulichkeitserklärung

Für die Verhandlungsphase und den Austausch sensibler Informationen mit potenziellen Käufern.

Patent- und Markenanmeldungen

Für die IP Due Diligence bei technologiegetriebenen Transaktionen.

Code of Conduct

Für die Compliance Due Diligence und die Bewertung der Unternehmenskultur.

Lars Thomsen
Verfasst von
Lars Thomsen Juristra | Dezember 2025
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